Wissenschaftlichkeit beschreibt eine Systematik, die sich an allgemeinen wissenschaftlichen Prinzipien orientiert und vier Kernaspekte umfasst:
- wissenschaftliche Arbeitsweise,
- präzises Formulieren von Aussagen,
- eine offene und redliche wissenschaftliche Haltung sowie
- einen konstruktiven Umgang mit Grundannahmen und Kritik.
Wissenschaftliches Arbeiten erfordert Transparenz, systematische Datenauswertung, Verifikation/Falsifikation, Berücksichtigung von Bias sowie kontinuierliche Fehlerkorrektur.
Wissenschaftliche Aussagen sollen klar verständlich, widerspruchsfrei und prüfbar sein und mit fundierten, datenbasierten Argumenten belegt werden.
Die wissenschaftliche Haltung zeichnet sich durch Kritikoffenheit, Vorläufigkeit der Erkenntnisse, Redlichkeit und Review-Prüfungen aus. Kritik wird stets konstruktiv analysiert, vorläufige Annahmen werden fair behandelt und weder dogmatisch abgelehnt noch vorschnell akzeptiert.
Glaubwürdige Quellen sollen anhand von Autorität, Relevanz, Nachprüfbarkeit und aktueller Methodik beurteilt werden.
Die Quellenkritik erfolgt formal (Entstehung, Urheberschaft) und inhaltlich (Plausibilität, Absichten) und mündet in eine offene Bewertung der Aussagekraft. Historische und aktuelle Quellen unterliegen spezifischen Selektionskriterien, die Kontext, Genauigkeit und Dokumentation sicherstellen. Dies gilt insbesondere für historische Quellen, die für ihre Auswertbarkeit auf der Basis ihrer Epoche analysiert werden. Für eine Vergleichbarkeit mit aktuellen Wissenskonzepten müssen spezielle Werkzeuge entwickelt werden.
Auf diese Weise gewährleistet die wissenschaftliche Methodik weitgehende Fehlerfreiheit, Transparenz und einen dokumentierten Fortschritt in Forschung und Erkenntnisvermittlung.
In diesem Abschnitt über Wissenschaftlichkeit wird genauer beschrieben, anhand welcher Kriterien in den konkreten Arbeitsschritten vorgegangen werden soll.
Je mehr Kolleginnen und Kollegen diese Prinzipien in der Praxis und in Publikationen einhalten umso mehr kann eine breite Wissensbasis für systematische Forschung und Lehre zur Homöopathie geschaffen werden. |