Newsletter September 2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Als Leiterin des Apothekenprojekts der Constantin Hering Stiftung für homöo-pathische Medizin® freue ich mich besonders, Ihnen mit diesem Newsletter unser Heft 1 "Ethanol in homöopathischen Arzneimitteln" als erste Veröffentlichung einer geplanten Schriftenreihe zur homöopathischen Pharmazie vorstellen zu dürfen.

Die Arbeit im Apothekenprojekt ist für mich eng mit einem persönlichen Anliegen verbunden. Als pharmazeutisch-technische Assistentin und Heilpraktikerin bewege ich mich in zwei Bereichen, die für mich untrennbar zusammengehören: Homöopathie und Pharmazie. Aus mehr als 30 Jahren pharmazeutischer Berufserfahrung und nahezu zehn Jahren homöopathischer Praxistätigkeit ist ein Herzenswunsch gewachsen – zwischen beiden eine fachlich fundierte und tragfähige Brücke zu bauen.

Ziel des Apothekenprojekts ist es, homöopathische Arzneimittel nicht nur aus therapeutischer, sondern ebenso aus pharmazeutischer Sicht zu betrachten. Dazu gehören die systematische Ermittlung und Auswertung des tatsächlichen Bedarfs, die Qualitätssicherung, eine fachlich fundierte Beratung sowie die langfristige Sicherung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung des verfügbaren Arzneimittelbestands.

Ein Thema, das uns in diesem Zusammenhang immer wieder begegnet, ist der Ethanolgehalt homöopathischer Arzneimittel. Welche Funktion erfüllt Ethanol bei ihrer Herstellung? Wie viel Alkohol wird mit einer einzelnen Dosis tatsächlich aufgenommen? Und wie ist diese Menge, insbesondere bei Kindern oder während der Schwangerschaft, fachgerecht einzuordnen?

In der öffentlichen Diskussion werden die Ethanol-Konzentration eines Arzneimittels und die mit einer Einzeldosis tatsächlich aufgenommene Menge nicht eindeutig voneinander unterschieden. Gerade diese Unterscheidung ist jedoch für eine sachgerechte Beurteilung das entscheidende Kriterium.

In dieser Abhandlung wird deshalb pharmazeutisches Wissen mit konkretem Praxisbezug verbunden. Dafür werden die Eigenschaften und pharmazeutischen Funktionen des Ethanols erläutert, seine Bedeutung bei der Herstellung und Anwendung homöopathischer Arzneimittel beschrieben und die tatsächlich aufgenommenen Mengen anhand nachvollziehbarer Berechnungsbeispiele definiert.

Damit steht dieser erste Teil beispielhaft für ein wesentliches Anliegen unseres Apothekenprojekts und der Constantin Hering Stiftung: vorhandenes Wissen zusammenzuführen, offene Fragen differenziert zu betrachten und fachlich fundierte Grundlagen für die tägliche Praxis bereitzustellen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und hoffe, mit dieser Arbeit wertvolle Informationen und hilfreiche Argumente für die Beratung und therapeutische Arbeit an die Hand zu geben. Über Ihre Rückmeldungen und den fachlichen Austausch freuen wir uns sehr.

Das gilt übrigens auch für den Film über die Herstellung von Causticum, der ein Novum der pharmazeutischen Arbeit für die Homöopathie darstellt.

Darüber hinaus finden sich weitere wertvolle Beiträge zu bedeutenden Themen im aktuellen Newsletter, die sich über ein eingehendes Studium freuen.

Herzliche Grüße

Martina Schäfer | HP, PTA, Fachbeirätin

 

Ethanol in Q-Potenzen nach Hahnemann 

Der Alkoholgehalt von Arzneimitteln wird in der Praxis immer wieder kritisch hinterfragt. Besonders bei der Beratung von Eltern, Schwangeren oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen entsteht schnell die Frage, ob bereits geringe Ethanolmengen gesundheitlich bedenklich sein könnten. In der Diskussion steht dabei häufig die Konzentration der Arzneilösung im Vordergrund – nicht jedoch die mit der verordneten Einzeldosis tatsächlich aufgenommene Ethanolmenge.

Heft 1 der CHS-Schriftenreihe "Praktische homöopathische Pharmazie" greift diese Fragen auf. Es erläutert die pharmazeutischen Funktionen des Ethanols, stellt den vollständigen Berechnungsweg anhand eines praxisbezogenen Dosierungsschemas dar und ordnet die Ergebnisse mithilfe der EMA-Kennzeichnungsvorgaben sowie ausgewählter Vergleichswerte ein.

Das Heft bietet damit eine nachvollziehbare Grundlage für fachliche Beratungsgespräche und steht auf unserer Website zum Download oder Weiterlesen bereit.

Causticum - das entschlüsselte Rätsel

Erstmals ist es durch intensive Forschungsarbeit in einem chemisch-physikalischen Labor gelungen, in einem zwei Jahre dauernden Prozess, die genaue Zusammensetzung des Hahanemann‘schen Causticum-Präparates zu analysieren und in Serienuntersuchungen ein Pharmakopoe konformes GMP-Verfahren zu entwickeln.

Von der archäologischen Forschungsreise handelt dieser Film, der die Zusammensetzung transparent und authentisch vermittelt. In seiner Bedeutung handelt es sich um ein Novum der pharmakologischen Grundlagenforschung zur Homöopathie.

Als das Ergebnis erstmals 2019 vorgestellt und publiziert wurde, schienen die alles überlagernden Ereignisse der Covid-19 Pandemie auch diese Arbeit in die Vergessenheit zu drängen. Dem möchte die Constantin Hering Stiftung durch diesen Film entgegenwirken.

Wir wünschen viel Freude beim Anschauen und freuen uns auf eine angeregte Diskussion

Tjado Galic

Thema: Fieber

Die Auftaktveranstaltung beginnt mit einem der häufigsten Behandlungsanliegen. Was ist neu?

Eine klinische Einführung welche den klinischen Fieberbegriff der letzten 150 Jahre herleitet und seinen Wandel im Verständnis der Zeit. Dahinter stehen ganz praktische Fragen:

  1. Welche diagnostischen Werkzeuge wurden im 19. Jhdt benutzt im vgl. zu heute?
  2. Welche Krankheiten bestimmten Fieberfälle zum Zeitpunkt der Materia Medica Entstehung?
  3. Welche klinische Diagnostik ist in der ambulanten homöopathischen Praxis wichtig? Welche Tipps und Tricks helfen wann und wofür?
  4. Welche Strategien der homöopathischen Diagnostik stehen zur Verfügung?
  5. Welche Arzneizeichen sind für welche Arzneimittel aktuell relevant?
  6. Wo steht was im Repertorium?
  7. Welche Materia Medica hilft wofür und in welchen Fällen?
  8. Wie ist das praktische Fallmanagement bei welchen Erkrankungen?

Anhand von exemplarischen Fallanalysen aus eigenen Kasuistiken sollen diese Fragen nicht nur theoretisch sondern vor allem praktisch erarbeitet werden, um das diagnostisch-therapeutische Know-How zu schärfen und zu trainieren.

Aus der Auftaktveranstaltung ergibt sich eine fortlaufende Veranstaltung mit viel Platz fürs praktische Üben und sichern der Kenntnisse.

 

Wer an das Bild oben ein Lineal anlegt, findet jede Linie gerade. Trotzdem sieht jeder eine Schieflage. Sie entsteht nicht in einer einzelnen Kachel, sondern aus der Anordnung. Eine größere Wand mit mehr Kacheln macht die Linien nicht gerader, und wer die Täuschung kennt, sieht sie trotzdem.

So verhält sich ein systematischer Fehler, in der Forschung Bias genannt. Anders als der Zufall gleicht er sich mit mehr Daten nicht aus. Er steckt in der Anlage einer Untersuchung, und jede einzelne Messung darin kann richtig sein.

Wie eine solche Anlage aussehen kann und welche Fragen man einer Studie stellen sollte, bevor man ihr Ergebnis liest, gerade wenn es um Homöopathie geht, soll hier diskutiert werden. Wir laden ein, mitzudenken und zu widersprechen.

 
Collage aus Bildern von C. Hering in seinem Arbeitszimmer, Hering lesend, der Buschmeisterschlange vor Palmen, Constantin Hering als älterer Herr und 3 Buchrücken seiner Materia Medica (Guiding Symptoms)

Die Constantin Hering Stiftung braucht Unterstützung

Als junge Organisation lebt die Arbeit unserer Stiftung von Idealisten, die ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Zeit einbringen wollen.

Aktuell freuen wir uns über ehrenamtliche Unterstützung in vier Bereichen:

• Social Media Aktivitäten
• Betreuung des wissenschaftlichen Online-Archivs
• Pflege der Website
• Lektorat wissenschaftlicher Texte

Vorkenntnisse sind willkommen und erleichtern den Einstieg. Entscheidend sind jedoch Interesse und Kenntnisse zur Homöopathie, Freude an gemeinsamen Gestalten und die Bereitschaft, sich einzubringen. Den zeitlichen Umfang stimmen wir stets gemeinsam ab, so dass sich das Engagement mit Beruf, Praxis und Familie vereinbaren lässt. Auf mehreren Schultern trägt sich alles leichter!

Wir freuen uns auf jeden Kontakt und klären alles weitere gerne im persönlichen Gespräch.

office@constantin-hering-stiftung.com
oder rufen Sie uns an +49 911 81726560

Aktiv für die Homöopathie

Sie haben inhaltlich relevante und gute Beiträge für eine Veröffentlichung?
Senden Sie diese gerne an: newsletter@constantin-hering-stiftung.com

Sie möchten uns finanziell unterstützen?
Informieren Sie sich über die Möglichkeit einer oder regelmäßiger Spenden.

Wir sprechen nicht nur über die Zukunft der Homöopathie – wir gestalten sie.

Platzhalter
Wenn Sie diesen Newsletter (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie ihn hier abbestellen.

Impressum
Constantin Hering Stiftung für homöopathische Medizin | Schießplatzstr. 38a | 90469 Nürnberg | Deutschland newsletter@constantin-hering-stiftung.com | www.constantin-hering-stiftung.com
Geschäftsführer: Patricia Conrad | Treuhandstiftung in Trägerschaft der Hamburger Stiftungstreuhand e.V. (im folgenden Constantin Hering Stiftung), Vereinsvorstand Dr. Jörg Verstl und Carsten Müller
Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Hamburg unter: 23988

Vertreten durch den Vorstand der Stiftung: Patricia Conrad | Dr. med. Heinz Gärber | Tjado Galic
Kontakt: c/o Kanzlei ASG Asche Stein Glockemann Verstl Wiezoreck | Am Sandtorkai 76 | 20457 Hamburg
+49 40 41 34 41 – 0 | kanzlei[at]aschestein.de 

Verantwortliche für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RstV der Vorstand der Stiftung:
Patricia Conrad | Dr. med. Heinz Gärber | Tjado Galic


Bildnachweise:
Logo: Constantin Hering Stiftung (CHS) | Praktische Pharmazie: Idee - Martina Schäfer (CHS) KI-generiert mit ChatGPT | Grundlagenforschung: Idee - Tjado Galic (CHS) KI-generiert mit ChatGPT | Veranstaltungen: Idee - Martina Schäfer (CHS) KI-generiert mit ChatGPT | Studiendesigns: Café wall illusion, By Fibonacci - Own work,Creative Commons. edited by Constantin Hering Stiftung. | Homöopathische Praxis: Idee - Tjado Galic (CHS). Umsetzung & Collage: neuwaerts | Collage Constantin Hering: Idee Tjado Galic (CHS). Umsetzung: Content Artists (Denise Elbs). Bilder: Constantin Hering: Constantine Hering Memorial 1880, herausgegeben von Charles G. Raue, Calvin B. Knerr und Charles Mohr, gedruckt in Philadelphia von Globe Printing House. Adobe Stock – Hein Nouwens #252856693. Freepik.com – Nomadsoul1 – Malerische grüne Berge und Dschungel, Ceylon. Landschaft von Sri Lanka.